Insektenverträglichkeit von LED-Lampen
Prof. Gerhard Eisenbeis stellte die Forschungsergebnisse zum Düsseldorfer Projekt für eine umweltfreundliche Straßenbeleuchtung vor.
Das weltweit allgemeine Artensterben und speziell der vermeidbare Tod nachtaktiver Insekten durch konventionelle Straßenlaternen belegte noch einmal die Begründung für den Forschungsauftrag. Zahlreiche Untersuchungen zeigen das verringerte Vorkommen dieser Artengruppe in Städten gegenüber ländlichen Gebieten. Die 60-seitigen, sehr differenzierten Forschungsergebnisse können hier nur in den wesentlichen Ergebnissen wiedergegeben werden.
Die entscheidende Forschungsfrage war: “Lassen sich für die getesteten 6 Lampenarten signifikante Unterschiede im Anflugverhalten für die Insekten insgesamt und spezifisch für auswählte Insektenordnungen feststellen?“
Die Untersuchungen erfolgten am Fleher Deich in Düsseldorf
Der Untersuchungszeitraum erstreckte sich vom 24. 6. 2008 bis 2. 9. 2008.
Die getesteten Lampen setzten sich zusammen aus:
3 Natriumdampfhochdruck,
4 Quecksilberdampfhochdruck,
3 Halogenmetalldampf,
4 Leuchtstoffröhren,
2 Straßen LED kalt, und
2 Straßen LED neutral warm.
Die Lampen wurden mit Fanggefäße versehen, täglich ausgelehrt und die Ausbeute gezählt.
33.896 Tiere fingen sich in den Fallen.
Die Auszählung ergab:
Höchste Fangzahlen mit 60,6 Insekten pro Tag hatten die Quecksilberdampf-Hochdrucklampen, gefolgt von Halogenmetalldampfdrucklampen mit 50,9 Fängen gefolgt von Leuchtstoffröhren mit 32,7 Fängen gefolgt von Natriumdampfhochdruck-lampen mit 28,1 Fängen gefolgt von LED mit 12,1 Fängen.
Damit hat sich die Erwartung überzeugend bestätigt:
Unter ökologischen Gesichts-punkten sind LED-Leuchten mit Abstand die günstigste Variante. Da der Energieverbrauch sich nach dem Stand der Entwicklung auch als der Effizienteste darstellt, ist die LED-Leuchte das Licht der Zukunft.
Am Ende des Forschungsberichtes vergleicht Prof. Eisenbeis auf der Grundlage vorliegender Daten die Insektenfauna Düsseldorfs mit anderen Räumen. Daher sollten wir alle Möglichkeiten nutzen, diese Situation bei der allgemeinen Straßenbeleuchtung möglichst schnell zu verbessern.